Prädationsdruck

Prädatorendruck, Feindfaktor

der durch die ständige Anwesenheit von Beutegreifern, z.B. Hauskatzen, erzeugte Einfluss auf das Verhalten der Beute, z.B. Singvögel. In einem Gutachten zum Einfluss von Hauskatzen auf die heimische Fauna bezieht sich der Biologe Univ.Prof. Dipl.-Biol. Dr. rer.nat. Klaus Hackländer u. a. auf eine englische Studie zum Verhalten domestizierter Katzen. Die Wissenschaftler wiesen dort nach, dass „ … durch die ständige Anwesenheit von Katzen die untersuchten Amselpaare häufiger Warnrufe ausstießen. Dies führte dazu, dass weitere Prädatoren … auf die brütenden Paare und Nester aufmerksam gemacht wurden und sich ein stärkerer Prädationsdruck … infolge der Katzenpräsenz, einstellte.“ 

Der durch die Vielzahl an Hauskatzen erhöhte Prädationsdruck erzeugt Stress bei den betroffenen Wildtieren und schwächt deren Resilienz gegenüber anderen Räubern. Darüber hinaus bleibt Singvögeln weniger Zeit für Nahrungssuche und Versorgung der Brut.

„Fearing the feline: domestic cats reduce avian fecundity through trait-mediated indirect effects that increase nest predation by other species“, Bonnington, Gaston, Evans

„Einfluss von Hauskatzen auf die heimische Fauna und mögliche Managementmaßnahmen“, Hackländer, Schneider, Lanz

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